Kurzfassung
Eine Floating IP ist eine öffentliche IP-Adresse, die unabhängig von einer bestimmten Instanz verwaltet wird und es Betreibern ermöglicht, externe Erreichbarkeit zwischen Instanzen zu verschieben, ohne DNS-Einträge oder Client-Konfigurationen ändern zu müssen.
Was ist eine Floating IP?
In OpenStack und ähnlichen Cloud-Plattformen erhält jede virtuelle Maschine über DHCP eine private IP-Adresse aus ihrem Subnetz. Eine Floating IP ist eine zusätzliche öffentliche Adresse aus einem externen Pool, die dem privaten Port einer Instanz bei Bedarf zugeordnet werden kann. Im Hintergrund wird NAT verwendet, um eingehenden Datenverkehr von der Floating IP auf die private Adresse der Instanz umzuleiten.
Der entscheidende Vorteil von Floating IPs gegenüber statischen öffentlichen Adressen ist ihre Portabilität. Wenn eine Instanz ausfällt, kann ihre Floating IP innerhalb von Sekunden einer Ersatzinstanz zugewiesen werden, was Ausfallzeiten minimiert, ohne dass DNS-Änderungen oder Client-Neukonfigurationen erforderlich sind.
Floating IPs sind auch ein Kostensteuerungsinstrument: Sie können bei Nichtgebrauch freigegeben und an den Pool zurückgegeben werden, sodass Mandanten nur für aktiv genutzte öffentliche Adressen bezahlen.
Warum ist Floating IP relevant?
- Hochverfügbarkeit: Ermöglicht schnelles Failover durch Neuzuweisung öffentlicher Adressen ohne DNS-Verzögerungen
- Flexibilität: Entkoppelt öffentliche Erreichbarkeit vom Lebenszyklus einzelner Instanzen
- Kosteneffizienz: Öffentliche Adressen können bei Nichtbedarf freigegeben werden, was Allokationskosten reduziert