Bare Metal

Cloud & Infrastruktur beginner

Bare Metal bezeichnet physische Server ohne Hypervisor oder Virtualisierungsschicht, die Workloads direkten Zugriff auf Hardware-Ressourcen gewähren.

Kurzfassung

Bare Metal bezeichnet einen physischen Server, der Workloads direkt auf der Hardware ohne zwischengeschalteten Hypervisor ausführt und damit maximale Leistung und vorhersehbare Latenz bietet.

Was ist Bare Metal?

In Cloud- und Rechenzentrumsumgebungen bedeutet Bare Metal dedizierte physische Hardware, die einem einzelnen Mandanten oder Workload zugewiesen ist. Es gibt keinen Virtualisierungs-Overhead: Das Betriebssystem interagiert direkt mit CPU, Arbeitsspeicher, Speicher und Netzwerkschnittstellen.

Bare Metal wird gewählt, wenn Leistung entscheidend ist – Hochfrequenzhandel, GPU-Computing oder latenzempfindliche Datenbanken – da kein Hypervisor-Overhead oder Noisy-Neighbour-Effekt vorliegt. Es wird auch für Workloads bevorzugt, die strenge Compliance-Anforderungen haben, die gemeinsam genutzte physische Hardware verbieten.

Cloud-Provider bieten Bare Metal als Service an, bei dem physische Server auf Anfrage neben virtuellen Maschinen bereitgestellt werden. Tools wie Ironic (Teil von OpenStack) automatisieren das Lifecycle-Management von Bare-Metal-Knoten.

Warum ist Bare Metal relevant?

  • Leistung: Direkter Hardware-Zugriff eliminiert Virtualisierungs-Overhead für rechenintensive Workloads
  • Vorhersehbarkeit: Keine Konkurrenz mit anderen virtuellen Maschinen auf demselben Host
  • Compliance: Einige Vorschriften erfordern dedizierte physische Hardware-Isolation
  • Flexibilität: Kann jeden Hypervisor oder jede Container-Runtime darauf ausführen

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