Kurzfassung
Das Agent-to-Agent-Protokoll (A2A) ist ein offener Standard, mit dem sich eigenständige KI-Agenten gegenseitig entdecken, Nachrichten austauschen und Aufgaben über Hersteller- und Framework-Grenzen hinweg delegieren. Ursprünglich von Google entwickelt und an die Linux Foundation übergeben, ist es das Schwesterprotokoll zu MCP: Während MCP einen Agenten mit Tools verbindet, verbindet A2A Agenten untereinander.
Was ist das A2A-Protokoll?
Bei A2A veröffentlicht jeder Agent eine Agent Card, die seine Identität, Fähigkeiten und unterstützten Authentifizierungsschemata deklariert (etwa OAuth 2.0, OpenID Connect, API-Keys oder mTLS). Cards können kryptografisch signiert werden, sodass ein empfangender Agent ihre Herkunft und Integrität prüfen kann. Die Kommunikation läuft über JSON-RPC 2.0 auf HTTP(S) und unterstützt mehrere Interaktionsmodi: synchrones Request/Response, Streaming für langlaufende Aufgaben und asynchrone Push-Benachrichtigungen für abgekoppelte Arbeit.
Ein Design-Ziel ist Opacity Preservation: Agenten können zusammenarbeiten, ohne ihren internen Zustand, Speicher oder ihre Tools offenzulegen – relevant für den Schutz geistigen Eigentums in Multi-Vendor-Szenarien. A2A liegt als Protokoll-Layer über bestehenden Agenten-Frameworks, statt sie zu ersetzen, sodass Frameworks wie Google ADK oder LangGraph als A2A-Server fungieren können. Wie MCP beantwortet es, wer ein Agent ist; die Frage, was ein Agent letztlich tun darf, bleibt ein offenes Design-Feld.
Warum ist das A2A-Protokoll relevant?
- Herstellerübergreifende Interoperabilität: Lässt Agenten verschiedener Hersteller und Frameworks über einen gemeinsamen Standard zusammenarbeiten
- Verifizierbare Identität: Signierte Agent Cards lassen Agenten bestätigen, mit wem sie kommunizieren
- Standard-Transport: JSON-RPC über HTTP mit Sync-, Streaming- und Async-Modus fügt sich in bestehende Infrastruktur ein
- Ergänzt MCP: Deckt die Achse Agent-zu-Agent ab, während MCP die Achse Agent-zu-Tool abdeckt